Skinny Jeans

Ursprung

Skinny Jeans sind eine Weiterentwicklung der engen Röhrenjeans in den 70ern, die als rebellische Grundausstattung bei Elvis Presley, Bob Dylan, den Punks und Sid Vicious vorkam. Damals war die Röhre ein Zeichen dafür, den Verlockungen der Gesellschaft zu widerstehen und war so lange Zeit ein Ausdruck des freien Willens. Diesem freien Willen folgend, unterwerfen sich heute viele Menschen dem Modediktat des Idealbilds mit schlanken und langen dünnen Beinen. Die heutige Skinny Jeans unterscheidet sich zu ihren Vorgängern durch die Beimischung von Elasthan, was eine Erfindung der Jahrtausendwende ist.

Als erster Celebritie zeigte sich 2002 Stella McCartney  in extrem engen Hosen. Den kommenden globalen Hype löste allerdings Kate Moos 2005 aus, als sie sich medienwirksam in Skinny Jeans des 2003 gegründeten Jeanslabel Superfine zeigte, während die Schlagzeilen über ihre Experimente mit weißem Pulver berichteten. Ihr damaliger zukünftiger Ex-Verlobter sorgte gleichzeitig in der Männermode dafür, dass die Skinny Jeans ein Revival als Uniform des Brit-Poppers und Hipster von New York bis Friedrichshain avancierte. Verstärkt wurde dieser Trend 2008 durch den Street-Dance, bei dem durch die eng anliegenden Beine Kunstfiguren in eng Skinny Jeans besser zur Geltung kommen. Heutzutage bestimmt sie das Straßenbild der westlichen Welt in der Metropole, Stadt und Hintertupfingen. Skinny Jeans sind das Mainstream Sinnbild der 00er-Jahre und Uniform der Individualität.

Merkmale

Als Skinny Jeans werden Beinkleider bezeichnet, die noch enger anliegen als Slim Fit Jeans, so dass sie sich wie eine zweite Haut (skinny) verhalten. Dem Jeansstoffgewebe wird hier neben Baumwolle ein Anteil Elasthan (2%) beigemischt, um die Jeans noch enger ans Bein zu schmiegen. Dadurch gehört die Skinny Jeans zu den engsten Jeansformen und erweckt im Idealfall den Eindruck, wie eine zweite Haut an Po und Beinen zu sitzen. Durch die Körperbetonung wird die Skinny Jeans tief an der Hüfte getragen und ist schmal und am Bein, damit die Waden betont werden.

Welcher Figur passen Skinny Jeans?

Grundsätzlich steht diese Jeansvariante aber nicht nur großen Menschen mit langen Beinen. Kleine Jeansträger wirken in der engen Röhre ein Stückchen größer. Wird die Skinny Jeans mit High Heels anstelle von flachen Schuhen getragen, werden die Beine optisch verlängert und weibliche Kurven ins rechte Licht gerückt. So sind schlanke Beine  Voraussetzung um die Skinny Jeans zu tragen. Hier lohnt es sich aufgrund der Herstellerspezifischen Schnitte verschiedene Labels auszuprobieren, so dass aus einem schlanken Bein kein hageres, oder aus einem sportlichen kein dickes Bein wird.

Je enger die Jeans ist, umso mehr werden die Beine betont, aber auch mögliche Problemzonen. Wer kräftige Oberschenkel und oder kräftige Waden hat, sollte auf Skinny Jeans verzichten. Auch für große Größen eignet sich die enge Hose nicht. Gerade weil sie wie eine zweite Haut am Körper und an den Beinen anliegt, betont sie alle Unvollkommenheiten an Hüfte und Po.

So funktioniert der Skinny Look

Wer in der Skinny Jeans eine gute Figur machen möchte, sollte eine sportliche Statur mit schlanken Beinen haben. Damit der Skinny Look funktioniert, darf sie keine Falten werfen, vor allem nicht am Po und in den Kniekehlen, also wirklich passen wie eine zweite Haut. Schlank ist hier das oberste Kriterium und führt so weit, dass sich inzwischen auch andere Kleidungsstücke angepasst haben, so dass schmale Krawatten, schmale Schals und Stilettos mit noch dünneren Absätzen die neue Mode sind. Generell gilt: Je auffälliger die Hose (bzw. ihre Farbe) umso schlichter darf das Oberteil sein. Frauen betonen mit Skinny Jeans ihre körperlichen Reize, wohingegen Männer ihre Maskulinität androgyn als Antwort auf die Boyfriend Jeans konterkarieren.

Skinny Jeans kombinieren

Frauen kombinieren die Röhre gerne mit einem engen T-Shirt oder einer kurzen Bluse. Sehr gut passen auch Oversize Pullover und Tuniken, welche über die Hüfte fallen. Ebenso gut sehen enggeschnittene Oberteile, die auf Höhe der Hüfte enden, aus. Zur Skinny Jeans passt je nach Outfit jedes Schuhwerk. Klassisch gilt, dass High-Heels lange Beine optisch noch verlängert und flache Schuhe Chucks oder Ballerinas einen legeren und bequemen Stil unterstreichen.

Männer tragen zur Skinny Jeans auf jeden Fall Chucks oder Sportschuhe. Als Oberteil empfiehlt sich ein enges, aber nicht anliegendes T-Shirt, das lose über der Hose hängt und auf Hüfthöhe enden. Junggebliebene Herren können die Skinny Jeans auch mit einem legeren einfarbigen Seidenhemd kombinieren, das selbstverständlich in den Hosenbund gesteckt wird.

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